Affodillgewächse

Echte Aloe

Aloe vera

Aloe vera, Wüstenlilie — die Sukkulente mit den fleischigen Blättern, die viel Sonne und wenig Wasser will und am Topfrand ihre Nachfolger gleich mitbringt.

  • Für Katzen und Hunde unverträglich
  • Licht

    Volle Sonne

  • Wasser

    Wenig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Kindel

  • Beste Zeit

    Frühjahr bis Sommer

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Viel Sonne, wenig Wasser, bald zu viele

Eine Aloe, der es gut geht, füllt ihren Topf mit Kindeln — und wartet darauf, dass jemand sie weitergibt.

Die Echte Aloe stammt ursprünglich wohl von der Arabischen Halbinsel und wird seit Jahrtausenden kultiviert, so lange, dass ihre wilde Heimat sich kaum noch sicher bestimmen lässt. Ihre dicken Blätter speichern Wasser in einem klaren Gel; darunter, direkt unter der grünen Haut, liegt ein gelber, bitterer Saft. Beides auseinanderzuhalten ist wichtig — siehe unten.

Standort

So hell wie möglich, gern sonnig. Im Sommer darf sie nach draußen, an die volle Sonne aber über ein, zwei Wochen gewöhnt — sonst verfärben sich die Blätter rötlich-braun. Zu dunkel wird sie weich, die Blätter legen sich flach und strecken sich zum Licht.

Gießen

Selten und dann gründlich. Das Substrat muss zwischen zwei Gaben ganz austrocknen; im Winter bei kühlem Stand reicht es, sie alle paar Wochen ein wenig zu gießen. Staunässe fault die Wurzeln schneller, als man es sieht. Nie in die Rosette gießen, sondern auf die Erde. Dünne, eingerollte Blätter zeigen Durst an, weiche, glasige einen zu nassen Stand.

Vermehren

Über Kindel. Am Fuß der Mutterpflanze wachsen kleine Rosetten, oft in großer Zahl. Haben sie einige Blätter und eigene Wurzeln, werden sie beim Umtopfen vorsichtig abgetrennt — mit der Hand oder einem sauberen Messer —, ein, zwei Tage angetrocknet und in trockene Sukkulentenerde gesetzt. Gegossen wird erst nach etwa einer Woche.

Ein Blattsteckling dagegen gelingt bei ihr so gut wie nie: Das abgeschnittene Blatt fault oder vertrocknet, bevor es Wurzeln bildet. Wer eine Aloe weitergeben will, gibt Kindel weiter.

Substrat und Überwintern

Durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde, ein Topf mit Abzugsloch, am besten aus Ton — er ist schwer genug für die kopflastigen Blätter und lässt Feuchtigkeit entweichen. Im Winter steht sie hell und gern etwas kühler, aber frostfrei.

Ein Hinweis, der dazugehört

Der gelbe Saft unter der Blatthaut enthält Aloin und wirkt stark abführend. Für Katzen und Hunde ist die Pflanze deshalb unverträglich; gefressen führt sie zu Erbrechen und Durchfall. Auch für Menschen gilt: Das Gel ist nicht der Saft — wer die Pflanze selbst verarbeitet, sollte den Unterschied kennen.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zur Aloe vera

Wie oft muss ich die Aloe vera gießen?

Erst wenn die Erde vollständig trocken ist — im Sommer grob alle zwei bis drei Wochen, im Winter bei kühlem Stand deutlich seltener. Auf die Erde gießen, nicht in die Rosette, und überschüssiges Wasser weggießen.

Warum werden die Blätter braun oder weich?

Braun-rötliche Blätter kommen meist von zu plötzlicher Sonne und erholen sich mit der Zeit. Weiche, glasige Blätter deuten auf zu viel Wasser und beginnende Fäulnis — dann austopfen, faule Wurzeln entfernen und trocken neu setzen.

Wie trenne ich die Kindel ab?

Beim Umtopfen, sobald ein Kindel einige Blätter und eigene Wurzeln hat. Vorsichtig von der Mutter lösen, kurz antrocknen lassen, in trockene Sukkulentenerde setzen und erst nach etwa einer Woche gießen.

Ist die Aloe vera giftig?

Für Katzen und Hunde gilt sie als unverträglich: Der gelbe Saft unter der Blatthaut wirkt abführend und führt zu Erbrechen und Durchfall. Beim Menschen wirkt derselbe Saft ebenfalls stark abführend; das klare Gel im Blattinneren ist davon zu unterscheiden.

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