Amaryllisgewächse
Amaryllis
Hippeastrum hybridum
Amaryllis, Ritterstern — die Zwiebel, die im Advent blüht und das Jahr darauf wieder, wenn sie im Sommer Blätter behalten und im Herbst schlafen darf.
- Licht
Hell, ohne direkte Sonne
- Wasser
Mäßig
- Pflege
Mittel
- Vermehrung
Kindel · Aussaat
- Beste Zeit
Frühjahr bis Sommer
- Winterhärte
Zimmerpflanze
PORTRÄT
Eine Zwiebel für viele Winter
Die Blüte im Advent ist nur ein Viertel ihres Jahres. Die anderen drei entscheiden, ob sie wiederkommt.
Was als Amaryllis verkauft wird, heißt botanisch Hippeastrum, Ritterstern, und stammt aus Mittel- und Südamerika. Die echte Amaryllis ist eine südafrikanische Verwandte, die im Handel kaum vorkommt; der Name ist hängen geblieben. Aus einer großen Zwiebel schiebt sie einen kräftigen Stiel mit mehreren trichterförmigen Blüten — und danach, wenn man sie lässt, die Blätter, mit denen sie die Kraft für das nächste Jahr sammelt.
Antreiben und Blüte
Die Zwiebel sitzt nur zur Hälfte in der Erde, in einem Topf, der kaum größer ist als sie selbst. Hell und warm gestellt und anfangs sparsam gegossen, schiebt sie in einigen Wochen den Blütenstiel. Erst wenn er wächst, wird mehr gegossen — immer auf die Erde, nie auf die Zwiebel. Kühler gestellt hält die Blüte länger.
Nach der Blüte
Den verblühten Stiel knapp über der Zwiebel abschneiden, sobald er gelb wird; die Blätter bleiben. Jetzt beginnt das Jahr, das über die nächste Blüte entscheidet: hell stellen, regelmäßig gießen, bis in den Sommer düngen. Ab Mai darf sie nach draußen, an einen geschützten, hellen Platz.
Ruhezeit
Im Spätsommer das Gießen einstellen. Die Blätter vergilben und werden abgeschnitten, sobald sie welk sind, und die Zwiebel ruht im Topf trocken und kühl, einige Wochen lang. Danach frische Erde, wieder hell und warm stellen, vorsichtig gießen — und sie treibt neu aus. Wer im Advent Blüten will, beginnt die Ruhezeit entsprechend früh.
Vermehren
Neben der Mutterzwiebel bilden sich mit den Jahren Brutzwiebeln. Beim Umtopfen in der Ruhezeit lassen sie sich abnehmen, wenn sie eigene Wurzeln haben, und einzeln eintopfen. Bis sie selbst blühen, vergehen einige Jahre — weitergeben lassen sie sich sofort.
Ein Hinweis, der dazugehört
Alle Teile, besonders die Zwiebel, enthalten Alkaloide wie Lycorin und sind giftig — für Menschen wie für Katzen und Hunde. Gegessen führen sie zu Erbrechen und Durchfall. Zwiebeln in der Ruhezeit gehören nicht dorthin, wo Kinder oder Tiere sie für etwas Essbares halten.
AUS DEM BESTAND
Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends
Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.
Fragen zur Amaryllis
Was mache ich mit der Amaryllis nach der Blüte?
Den Blütenstiel abschneiden, die Blätter stehen lassen und die Pflanze hell stellen, gießen und düngen, bis in den Sommer. Die Blätter sammeln die Kraft für die nächste Blüte.
Warum blüht meine Amaryllis nicht wieder?
Meist hatte sie nach der Blüte zu wenig Licht und Nährstoffe, oder es fehlte die trockene Ruhezeit im Herbst. Ohne beides legt die Zwiebel keine neue Blüte an und bildet nur Blätter.
Wie lange muss die Zwiebel ruhen?
Einige Wochen, trocken und kühl, nachdem die Blätter eingezogen sind. Danach mit frischer Erde hell und warm stellen und vorsichtig wieder gießen.
Ist die Amaryllis giftig?
Ja, alle Teile, besonders die Zwiebel. Sie enthält Alkaloide, die bei Menschen und bei Katzen und Hunden zu Erbrechen und Durchfall führen. Sie gehört außer Reichweite von Kindern und Tieren.
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