Spargelgewächse
Bogenhanf
Dracaena trifasciata
Schwiegermutterzunge, Sansevieria — die Zimmerpflanze, die Vergessen besser verträgt als Fürsorge und aus der ein einzelnes Blatt eine neue Pflanze macht.
- Licht
Halbschatten
- Wasser
Wenig
- Pflege
Anspruchslos
- Vermehrung
Teilung · Blattstecklinge
- Beste Zeit
Frühjahr bis Sommer
- Winterhärte
Zimmerpflanze
PORTRÄT
Die Pflanze, die man vergessen darf
Und die einzige im Regal, bei der zu viel Fürsorge häufiger schiefgeht als zu wenig.
Der Bogenhanf stammt aus dem westlichen Afrika und stand jahrzehntelang als Sansevieria trifasciata in den Katalogen. Seit er genetisch zu den Drachenbäumen gestellt wurde, heißt er botanisch Dracaena trifasciata — im Handel und in den meisten Wohnzimmern ist er die Sansevieria geblieben, und beide Namen meinen dieselbe Pflanze.
Standort
Er kommt mit fast jedem Licht zurecht, vom hellen Fenster bis in die dunklere Zimmerecke — hell wächst er schneller, dunkel bleibt er über Jahre stehen, ohne Schaden zu nehmen. Nur der plötzliche Wechsel bekommt ihm nicht: Wer ihn aus dem Schatten in die volle Sonne stellt, bekommt helle Flecken auf den Blättern. Über ein paar Wochen gewöhnt er sich daran.
Gießen
Sparsam, und im Zweifel lieber gar nicht. Das Substrat sollte zwischen zwei Gaben vollständig abtrocknen; im Winter, bei kühlem Stand, kommt er wochenlang ohne aus. Staunässe ist die häufigste Todesursache — die dicken Blätter speichern Wasser, die Wurzeln faulen darin. Wird ein Blatt am Grund weich und gelb, steht er zu nass und nicht zu trocken.
Substrat und Umtopfen
Durchlässig ist wichtiger als nährstoffreich: Blumenerde mit einem guten Anteil Sand oder Bims, oder gleich Kakteenerde. Umtopfen muss man ihn selten, er steht gern eng. Wenn, dann in einen schweren Topf — die Blätter werden mit den Jahren hoch und die Pflanze kopflastig, und die kräftigen Ausläufer sprengen dünne Kunststofftöpfe von innen.
Vermehren
Auf zwei Wegen, und sie führen zu verschiedenen Ergebnissen. Die Teilung ist der schnellere: Beim Umtopfen den Wurzelstock samt Ausläufern trennen, jedes Stück mit eigenen Wurzeln kommt in einen eigenen Topf. Der Blattsteckling ist der geduldige: ein Blatt quer in handbreite Stücke schneiden, antrocknen lassen und richtig herum — die Schnittkante, die vorher unten war, gehört nach unten — in feuchtes Substrat stecken. Er bewurzelt langsam, aber zuverlässig.
Ein Unterschied, den man vorher wissen sollte: Bei den Sorten mit gelbem Blattrand geht die Zeichnung über Blattstecklinge verloren, die neue Pflanze wird einfarbig grün. Wer den gelben Rand behalten will, teilt.
Im Winter
Kühler ist ihm recht, kalt nicht — unter etwa zehn Grad wird es ihm zu viel, und nasse Erde bei kühlem Stand ist die schlechteste Kombination, die es für ihn gibt. Heizungsluft nimmt er dagegen gelassen. Gedüngt wird im Winter gar nicht.
Ein Hinweis, der dazugehört
Die Pflanze enthält Saponine und ist für Katzen und Hunde unverträglich — gekaut führt sie zu Erbrechen und Durchfall. In Haushalten mit knabbernden Tieren gehört sie außer Reichweite.
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Noch eine Rarität bei PlantHub
Diese Art wird bisher von einer Handvoll Menschen dokumentiert. Für Durchschnitte und Verläufe ist das zu wenig — wir zeigen, was ohne Rückschluss auf einzelne Personen geht.
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Fragen zum Bogenhanf
Wie oft muss ich den Bogenhanf gießen?
Seltener, als man denkt. Erst wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist — im Sommer sind das je nach Standort einige Wochen, im Winter bei kühlem Stand noch deutlich weniger oft. Zu viel Wasser ist bei dieser Art das größere Risiko als zu wenig.
Warum werden die Blätter am Grund weich und gelb?
Das ist fast immer Staunässe und damit beginnende Wurzelfäule. Die Pflanze austopfen, weiche und braune Wurzeln abschneiden, in trockenes, durchlässiges Substrat setzen und danach lange nicht gießen. Feste Blätter, die sich noch retten lassen, sind zugleich Stecklingsmaterial.
Wie vermehre ich ihn?
Über Teilung des Wurzelstocks beim Umtopfen oder über Blattstecklinge: ein Blatt quer in handbreite Stücke schneiden, antrocknen lassen und richtig herum in feuchtes Substrat stecken. Die Teilung geht schneller — und sie ist der einzige Weg, bei dem eine Sorte mit gelbem Blattrand ihre Zeichnung behält.
Ist der Bogenhanf giftig?
Er enthält Saponine und ist für Katzen und Hunde unverträglich; gekaut führt er zu Erbrechen und Durchfall. Für Menschen gilt er als schwach giftig — in Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren gehört er außer Reichweite.
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