Aronstabgewächse

Efeutute

Epipremnum aureum

Pothos, Goldene Efeutute — die Rankpflanze, die im Wasserglas bewurzelt, in der dunklen Ecke durchhält und von der ein Trieb genügt, um sie weiterzugeben.

  • Für Katzen und Hunde giftig
  • Licht

    Halbschatten

  • Wasser

    Mäßig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Stecklinge · Absenker

  • Beste Zeit

    Frühjahr bis Sommer

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Ein Wasserglas, ein Stück Trieb, zwei Wochen

Mehr braucht es nicht, um aus einer Efeutute zwei zu machen.

Die Efeutute stammt von Inseln im tropischen Pazifik und ist dort ein Kletterer, der an Bäumen hinaufwächst und dabei Blätter bildet, so groß wie ein Unterarm. Im Zimmer bleibt sie meist bei der Jugendform: kleine, herzförmige, gelb oder weiß marmorierte Blätter an langen, hängenden Ranken. Weil sie kaum etwas übelnimmt, steht sie in Büros, Treppenhäusern und Wartezimmern — oft seit Jahren, oft als Ableger aus einem anderen Büro.

Standort

Hell bis halbschattig. Sie hält auch in dunkleren Ecken durch, verliert dort aber ihre Zeichnung und wird grüner, die Blätter kleiner, die Abstände dazwischen länger. Pralle Mittagssonne verbrennt die Blätter. An einem Moosstab oder einer Rankhilfe nach oben geführt, bildet sie größere Blätter als hängend.

Gießen

Mäßig: Die obere Erdschicht darf abtrocknen, bevor wieder gegossen wird. Lässt sie die Blätter hängen, ist sie durstig und steht nach dem Gießen schnell wieder auf. Gelbe Blätter und nasse Erde deuten dagegen auf zu viel Wasser. Sie kann sogar dauerhaft in Wasser oder Hydrokultur stehen — nur der Wechsel zwischen Erde und Wasser kostet sie Zeit.

Vermehren

Über Stecklinge, und leichter geht es nicht. Einen Trieb unterhalb eines Knotens abschneiden — der Stelle, an der ein Blatt und oft schon eine kleine Luftwurzel sitzt —, die unteren Blätter entfernen und ins Wasserglas stellen. Nach etwa zwei Wochen zeigen sich Wurzeln; sind sie einige Zentimeter lang, kommt der Steckling in Erde. Mehrere Stecklinge in einen Topf ergeben schneller eine volle Pflanze.

Der zweite Weg ist der Absenker: eine Ranke mit einem Knoten auf die Erde eines Nachbartopfes drücken, bewurzeln lassen, dann abschneiden.

Schneiden

Lange, kahle Ranken dürfen jederzeit gekürzt werden; sie verzweigt sich danach und wird dichter. Alles Abgeschnittene ist Stecklingsmaterial.

Ein Hinweis, der dazugehört

Die Efeutute enthält Calciumoxalat-Kristalle. Angeknabbert reizt sie Maul und Schleimhäute, Tiere speicheln stark und erbrechen; bei Menschen brennt es im Mund. In Haushalten mit Katzen, Hunden oder kleinen Kindern gehört sie außer Reichweite — auch die herabhängenden Ranken.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zur Efeutute

Warum verliert meine Efeutute ihre gelbe Zeichnung?

Weil sie zu dunkel steht. Die helle Zeichnung braucht Licht; an einem helleren Platz ohne pralle Sonne bringen neue Blätter sie wieder mit.

Wie schnell bewurzelt ein Steckling im Wasser?

Meist nach etwa zwei Wochen, im Sommer schneller als im Winter. Wichtig ist ein Knoten am Steckling; das Wasser gelegentlich wechseln, und in Erde setzen, sobald die Wurzeln einige Zentimeter lang sind.

Warum werden die Blätter gelb?

Einzelne alte Blätter gelb werden zu lassen ist normal. Werden viele gelb und ist die Erde dauerhaft feucht, steht sie zu nass — dann seltener gießen und Wasser im Übertopf weggießen.

Ist die Efeutute giftig?

Ja, für Katzen und Hunde, und in geringerem Maß auch für Menschen: Calciumoxalat reizt Mund und Schleimhäute und führt zu Speicheln und Erbrechen. Sie gehört außer Reichweite von Tieren und kleinen Kindern.

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