Storchschnabelgewächse

Geranie

Pelargonium zonale

Pelargonie, Balkongeranie — die Pflanze, die jedes Frühjahr neu gekauft wird und doch zehn Jahre alt werden kann, wenn sie hell und kühl überwintert oder im August als Steckling weiterlebt.

  • Für Katzen und Hunde unverträglich
  • Licht

    Volle Sonne

  • Wasser

    Mäßig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Stecklinge

  • Beste Zeit

    Sommer

  • Winterhärte

    Nur frostfrei

PORTRÄT

Eine Pflanze für mehr als einen Sommer

Geranien kommen nicht auf den Kompost. Sie kommen in den Keller, ins Treppenhaus — oder als Steckling aufs Fensterbrett.

Was auf Balkonen als Geranie blüht, ist botanisch eine Pelargonie. Die echten Geranien sind die winterharten Storchschnäbel im Staudenbeet; beide gehören zur selben Familie, die Namen sind im Handel vor langer Zeit durcheinandergeraten und dabei geblieben. Die Balkonpflanze stammt aus dem südlichen Afrika — daher ihr Hunger nach Sonne und ihre Abneigung gegen Frost. Die stehenden Sorten heißen oft Zonal-Pelargonien, nach dem dunklen Ring auf dem Blatt; die hängenden sind eine eigene Art, gepflegt werden sie gleich.

Standort

Sonnig und warm, auf Balkon, Terrasse oder am hellsten Fenster. Regengeschützt blüht sie länger: Nasse Blüten faulen, und bei Dauerregen bekommen die Blätter Flecken. Raus darf sie erst nach den letzten Nachtfrösten im Mai.

Gießen und Düngen

Im Sommer regelmäßig, an heißen Tagen im Kasten auch täglich — aber ohne Staunässe, der Kasten braucht Abzugslöcher. Sie ist ein Starkzehrer: Wer den ganzen Sommer Blüten will, düngt von Mai bis August regelmäßig. Verblühtes samt Stiel ausbrechen, dann kommen neue Knospen nach.

Überwintern

Vor dem ersten Frost ins Haus. Am besten hell und kühl, etwa fünf bis zehn Grad — ein helles Treppenhaus, ein kühles Schlafzimmer, ein Wintergarten. Dort wenig gießen, nur so viel, dass der Ballen nicht ganz austrocknet, und nicht düngen. Wer nur einen dunklen Keller hat, schneidet die Triebe vorher stark zurück und hält die Pflanze fast trocken; das klappt auch, aber nicht mit jeder.

Im Frühjahr zurückschneiden, frisch eintopfen, heller und wärmer stellen und langsam wieder mehr gießen. Die langen, blassen Triebe aus dem Winter bitte nicht stehen lassen — aus dem Schnitt treibt sie buschig neu aus.

Vermehren

Über Kopfstecklinge, am besten im August, wenn die Triebe kräftig und noch nicht verholzt sind. Eine etwa handlange Spitze unter einem Blattknoten abschneiden, die unteren Blätter und alle Knospen entfernen, kurz antrocknen lassen und in magere, feuchte Anzuchterde stecken. Nicht unter Folie oder Haube — Pelargonien faulen in feuchter Luft leicht. Nach einigen Wochen sind sie bewurzelt und überwintern als kleine Pflanzen auf dem Fensterbrett, platzsparender als die Mutter im Kasten.

Ein Hinweis, der dazugehört

Pelargonien gelten für Katzen und Hunde als unverträglich; gefressen können sie Erbrechen und Hautreizungen auslösen. Für Menschen sind sie weitgehend harmlos, empfindliche Haut reagiert auf den Saft gelegentlich mit Rötungen.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zur Geranie

Wie überwintere ich Geranien?

Vor dem ersten Frost hereinholen und hell und kühl stellen, etwa fünf bis zehn Grad, wenig gießen und nicht düngen. Ohne hellen Platz geht es auch dunkel im Keller, dann aber stark zurückgeschnitten und fast trocken. Im Frühjahr zurückschneiden und frisch eintopfen.

Warum blüht meine Geranie kaum?

Meist fehlt Sonne oder Dünger. Sie braucht einen sonnigen Platz und von Mai bis August regelmäßig Nährstoffe; Verblühtes samt Stiel ausbrechen, damit neue Knospen nachkommen.

Wann und wie schneide ich Stecklinge?

Am besten im August: Triebspitzen von etwa einer Handlänge unter einem Knoten abschneiden, untere Blätter und Knospen entfernen und in magere, feuchte Erde stecken — ohne Folie darüber. Die bewurzelten Stecklinge überwintern auf dem Fensterbrett.

Ist die Geranie giftig?

Für Katzen und Hunde gilt sie als unverträglich und kann Erbrechen und Hautreizungen auslösen. Für Menschen ist sie weitgehend harmlos; empfindliche Haut kann auf den Pflanzensaft mit Rötungen reagieren.

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