Maulbeergewächse

Gummibaum

Ficus elastica

Indischer Kautschukbaum — die Zimmerpflanze mit den großen, ledrigen Blättern, die Jahrzehnte alt wird und aus deren Spitze man abmoosend eine zweite zieht.

  • Milchsaft reizt Haut und Augen
  • Licht

    Hell, ohne direkte Sonne

  • Wasser

    Mäßig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Stecklinge · Absenker

  • Beste Zeit

    Frühjahr

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Zu groß geworden ist er nie

Ein Gummibaum an der Zimmerdecke ist kein Problem. Er ist zwei Pflanzen, die sich noch nicht getrennt haben.

Der Gummibaum stammt aus dem Nordosten Indiens und den angrenzenden Ländern, wo er als Baum dreißig Meter und mehr erreicht. Früher wurde aus seinem Milchsaft Kautschuk gewonnen, daher der Name. Im Zimmer wächst er langsamer, aber stetig — und wird bei guter Pflege älter als die meisten Möbel, zwischen denen er steht. Neben der klassischen grünen Form gibt es Sorten mit fast schwarzen, rötlichen oder bunt panaschierten Blättern.

Standort

Hell, gern auch mit etwas Sonne am Morgen oder Abend. Die dunklen Sorten kommen mit weniger Licht aus als die bunten. Was er nicht mag, ist Veränderung: Ein neuer Platz, kalte Zugluft oder ein kalter Boden im Winter, und er wirft die unteren Blätter ab. Einmal gut gestellt, bleibt er am besten dort.

Gießen

Mäßig: Die obere Erdschicht darf gut abtrocknen, bevor wieder gegossen wird, im Winter noch mehr. Zu viel Wasser zeigt er mit gelben, später abfallenden Blättern. Die großen Blätter sammeln Staub; ab und zu mit einem feuchten Tuch abwischen, dann bekommen sie mehr Licht.

Schneiden

Er wächst meist mit einem einzigen Trieb nach oben. Wer ihn buschiger will oder die Höhe begrenzen muss, kappt die Spitze im Frühjahr über einem Blatt; darunter treiben dann ein, zwei Seitentriebe aus. Aus der Schnittstelle läuft Milchsaft — mit etwas Küchenpapier abtupfen, er stockt schnell.

Vermehren

Die abgeschnittene Spitze ist der Kopfsteckling: den Milchsaft abwaschen, die unteren Blätter entfernen, große Blätter einrollen und locker zusammenbinden, damit sie weniger Wasser verdunsten. Dann warm in feuchtes Substrat oder ins Wasser. Das dauert einige Wochen.

Sicherer ist das Abmoosen: Am Stamm, eine Handbreite unter der Spitze, die Rinde leicht einritzen, feuchtes Moos darumlegen und mit Folie umwickeln. Die Spitze bleibt an der Mutterpflanze und wird weiter versorgt, während sich im Moos Wurzeln bilden. Sind sie gut zu sehen, wird darunter abgeschnitten und eingetopft. Die Mutterpflanze treibt unter dem Schnitt neu aus.

Ein Hinweis, der dazugehört

Der weiße Milchsaft reizt Haut und Augen und kann bei empfindlichen Menschen — besonders bei Latexallergie — Reaktionen auslösen. Beim Schneiden Handschuhe tragen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als unverträglich; gekaut führt sie zu Reizungen im Maul und Erbrechen.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zum Gummibaum

Warum verliert mein Gummibaum Blätter?

Meist nach einem Standortwechsel, durch kalte Zugluft oder zu viel Wasser. Er braucht dann vor allem Ruhe: an einem hellen Platz stehen lassen und erst gießen, wenn die obere Erdschicht trocken ist.

Wie bekomme ich ihn buschiger?

Die Spitze im Frühjahr über einem Blatt kappen. Darunter treiben ein oder zwei Seitentriebe aus; die abgeschnittene Spitze lässt sich als Steckling bewurzeln.

Was ist Abmoosen?

Eine Vermehrung, bei der die Wurzeln entstehen, bevor der Trieb abgeschnitten wird: Rinde leicht einritzen, feuchtes Moos darum, Folie darüber. Sind Wurzeln im Moos, unterhalb abschneiden und eintopfen. Beim Gummibaum ist das der sicherste Weg.

Ist der Gummibaum giftig?

Sein Milchsaft reizt Haut und Augen und kann bei Latexallergie Reaktionen auslösen. Für Katzen und Hunde gilt er als unverträglich. Schwer giftig ist er nicht, aber er gehört nicht in Kinderhände oder Tiermäuler.

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