Hundsgiftgewächse

Porzellanblume

Hoya carnosa

Hoya, Wachsblume, Porzellanblume — die Rankpflanze mit den dicken Blättern und den duftenden Blütendolden, deren Stecklinge unter Sammlern von Hand zu Hand gehen.

  • Licht

    Hell, ohne direkte Sonne

  • Wasser

    Wenig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Stecklinge · Absenker

  • Beste Zeit

    Frühjahr bis Sommer

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Die Blüte kommt dorthin zurück, wo sie war

Wer die alten Blütenstiele abschneidet, schneidet die nächsten Blüten gleich mit ab.

Die Porzellanblume stammt aus Südostasien und dem Nordosten Australiens, wo sie mit Luftwurzeln an Bäumen und Felsen klettert. Ihre Blätter sind dick und wachsartig, ihre Blüten sehen aus wie aus Porzellan oder Wachs gegossen: sternförmige Dolden in Weiß und Rosa, die vor allem abends duften und manchmal einen Tropfen Nektar fallen lassen. Die Gattung ist groß, und viele ihrer Arten und Sorten werden unter Liebhabern als Stecklinge getauscht.

Standort

Hell, gern mit etwas Morgen- oder Abendsonne; pralle Mittagssonne im Sommer verbrennt die Blätter. Zu dunkel wächst sie zwar, blüht aber nicht. An einem Bügel, Spalier oder Fensterrahmen entlang geführt, fühlt sie sich wohl.

Gießen

Die dicken Blätter speichern Wasser — die Erde darf zwischen zwei Gaben gut abtrocknen, im Winter noch mehr. Sie steht lieber etwas zu trocken als zu nass. Ein lockeres Substrat mit Rinde oder Perlite und ein nicht zu großer Topf helfen; eng gestellt blüht sie eher.

Die Blüte

Geblüht wird an kurzen Stielen, die an den Ranken sitzen, und an denselben Stielen immer wieder. Verblühte Dolden fallen von selbst ab; der Stiel bleibt stehen und bringt im nächsten Jahr neue Knospen. Er wird nicht abgeschnitten. Hat sie Knospen, wird sie nicht mehr gedreht oder umgestellt — sonst wirft sie sie ab.

Vermehren

Über Stecklinge mit mindestens einem, besser zwei Knoten. Die unteren Blätter entfernen und ins Wasserglas oder in feuchtes, lockeres Substrat stecken; warm gestellt bewurzeln sie in einigen Wochen. Mehrere Stecklinge in einen Topf ergeben schneller eine volle Pflanze. Ein Absenker geht ebenfalls: eine Ranke mit Knoten auf die Erde eines Nachbartopfes legen und nach dem Bewurzeln abtrennen.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zur Hoya

Warum blüht meine Hoya nicht?

Meist fehlt Licht, oder sie ist noch jung. Ein heller Platz mit etwas Sonne, ein nicht zu großer Topf und im Winter eine etwas kühlere, trockenere Zeit fördern die Blüte. Und: Die alten Blütenstiele nie abschneiden.

Darf ich verblühte Blüten abschneiden?

Die Blüten fallen von selbst ab. Den kurzen Stiel, an dem sie saßen, bitte stehen lassen — an ihm entstehen die Blüten der nächsten Jahre.

Wie vermehre ich die Hoya?

Über Stecklinge mit ein bis zwei Knoten, im Wasserglas oder in lockerem, feuchtem Substrat. Warm und hell gestellt bewurzeln sie zuverlässig.

Ist die Hoya giftig?

Sie gilt als ungiftig für Menschen und für Katzen und Hunde. Der Milchsaft kann empfindliche Haut leicht reizen; Futter ist sie trotzdem nicht.

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