Aronstabgewächse

Köstliches Fensterblatt

Monstera deliciosa

Monstera, Fensterblatt — die Kletterpflanze mit den geschlitzten Blättern, deren Ableger durch ganze Nachbarschaften reichen, sofern am Steckling ein Knoten sitzt.

  • Pflanzensaft reizt Mund und Schleimhäute
  • Licht

    Hell, ohne direkte Sonne

  • Wasser

    Mäßig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Stecklinge · Absenker

  • Beste Zeit

    Frühjahr bis Sommer

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Ohne Knoten kein neuer Trieb

Und ohne Licht keine Löcher im Blatt — die zwei Dinge, die man über sie wissen muss.

Die Monstera stammt aus den Regenwäldern Mittelamerikas, wo sie am Boden keimt, zum nächsten Baum kriecht und an ihm hinaufklettert. Ihre Luftwurzeln sind die Haltegriffe dafür, die geschlitzten und gelochten Blätter die Anpassung an Wind und Regen im Kronendach. Im Zimmer wird sie mit den Jahren raumhoch und breit — man sollte ihr den Platz gönnen, bevor man sie kauft.

Standort

Hell ohne pralle Mittagssonne. Junge Blätter sind noch ganz, die Schlitze und Löcher kommen erst mit dem Alter — und nur bei genug Licht. Wer in einer dunklen Ecke nur noch ungeteilte, kleine Blätter bekommt, hat keine kranke Pflanze, sondern eine, die zu wenig sieht.

Gießen

Mäßig: Die obere Erdschicht darf zwischen zwei Gaben abtrocknen, der Wurzelballen nicht ganz. Gelbe Blätter und Staunässe gehen meist zusammen; hängende Blätter und trockene Erde auch. Im Winter braucht sie deutlich weniger, gedüngt wird dann nicht.

Stütze und Luftwurzeln

Sie klettert — ein Moos- oder Kokosstab gibt ihr Halt, und mit Halt werden die Blätter größer. Luftwurzeln bitte nicht abschneiden, sondern an den Stab binden oder in den Topf leiten, wo sie Wasser aufnehmen. Nur einzelne, die wirklich stören, dürfen weg.

Vermehren

Über Stecklinge mit Knoten. Der Knoten ist die verdickte Stelle am Trieb, an der Blatt und Luftwurzel ansetzen; nur dort sitzt ein Auge, aus dem ein neuer Trieb wachsen kann. Ein Blatt mit Stiel, aber ohne Knoten bewurzelt im Wasserglas oft sogar — und steht dann jahrelang, ohne je ein zweites Blatt zu bilden. Also unterhalb eines Knotens schneiden, am besten mit einer Luftwurzel daran, und ins Wasser oder in feuchtes, lockeres Substrat setzen.

Wer nicht schneiden will, senkt ab: Eine Luftwurzel in einen Nachbartopf mit Erde leiten, bewurzeln lassen, dann erst trennen.

Ein Hinweis, der dazugehört

Blätter und Stängel enthalten Calciumoxalat-Kristalle, die Mund, Rachen und Haut reizen — bei Menschen wie bei Katzen und Hunden. Beim Schneiden Handschuhe tragen und die Pflanze außer Reichweite von Kindern und knabbernden Tieren stellen.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zur Monstera

Warum hat meine Monstera keine Löcher in den Blättern?

Entweder ist sie noch jung — die ersten Blätter sind immer ganz — oder sie steht zu dunkel. Mit mehr Licht und einer Kletterhilfe bilden neue Blätter Schlitze und Löcher; alte Blätter ändern sich nicht mehr.

Darf ich die Luftwurzeln abschneiden?

Besser nicht. Sie geben Halt und nehmen Wasser auf. Man kann sie an einen Moosstab binden oder in die Erde leiten; einzelne, die wirklich stören, dürfen weg, ohne dass die Pflanze leidet.

Wie schneide ich einen Steckling?

Immer mit mindestens einem Knoten, der verdickten Stelle am Trieb, am besten mit einer Luftwurzel daran. Ein Blatt ohne Knoten bewurzelt zwar manchmal, treibt aber nie aus. Der Steckling kommt ins Wasserglas oder in feuchtes Substrat.

Ist die Monstera giftig?

Blätter und Stängel enthalten Calciumoxalat und reizen Mund, Rachen und Haut, bei Menschen wie bei Katzen und Hunden. Die reifen Früchte sind essbar, unreife reizen ebenso — im Zimmer bildet sie ohnehin fast nie welche.

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