Orchideengewächse
Schmetterlingsorchidee
Phalaenopsis hybrida
Orchidee, Phalaenopsis, Schmetterlingsorchidee — die Pflanze, die nach der Blüte zu oft im Müll landet, obwohl sie am selben Stiel wieder blühen kann.
- Licht
Hell, ohne direkte Sonne
- Wasser
Mäßig
- Pflege
Mittel
- Vermehrung
Kindel
- Beste Zeit
Frühjahr bis Sommer
- Winterhärte
Zimmerpflanze
PORTRÄT
Nach der Blüte ist nicht vorbei
Die meisten Orchideen werden nach der ersten Blüte weggeworfen. Die meisten davon hätten wieder geblüht.
Die Schmetterlingsorchidee stammt aus Südostasien, wo sie nicht im Boden wächst, sondern auf Baumrinde. Ihre dicken, silbrig-grünen Wurzeln halten sich an der Rinde fest und nehmen Wasser aus Regen und Luft auf. Was im Handel steht, sind fast immer Züchtungen, gekreuzt aus mehreren Arten, in einer Farbvielfalt, die die Natur so nicht kennt. Gepflegt werden sie alle gleich.
Standort
Hell, ohne pralle Sonne — ein Ost- oder Westfenster ist ideal, ein Südfenster nur mit Gardine. Die Blätter sollen kräftig grün sein; rötliche Blätter bekommen zu viel Sonne, dunkelgrüne, schlaffe zu wenig Licht. Warm hat sie es gern, kalte Zugluft mag sie nicht.
Gießen
Tauchen statt gießen. Den Topf etwa alle ein bis zwei Wochen für einige Minuten in zimmerwarmes, möglichst kalkarmes Wasser stellen, dann gut abtropfen lassen. Der richtige Zeitpunkt zeigt sich an den Wurzeln: Sind sie silbrig-grau, braucht sie Wasser; sind sie grün, noch nicht. Wasser, das im Übertopf oder in der Blattachsel steht, lässt sie faulen.
Wieder blühen
Ist die Blüte vorbei, den Stiel nicht ganz abschneiden, sondern über dem zweiten oder dritten Knoten unter der untersten Blüte. Dort treibt oft ein neuer Seitenstiel mit Knospen aus. Hilfreich ist im Herbst eine Zeit mit spürbar kühleren Nächten — das ist für sie das Zeichen, einen neuen Blütenstiel anzulegen. Ein vertrockneter, brauner Stiel darf ganz weg.
Umtopfen
Alle zwei, drei Jahre, wenn die Rinde zerfällt und krümelig wird — in frisches Orchideensubstrat aus grober Rinde, nie in Blumenerde. Tote, hohle Wurzeln dabei abschneiden, feste bleiben. Luftwurzeln, die aus dem Topf wachsen, sind normal und bleiben, wo sie sind.
Vermehren
Das ist bei ihr die Ausnahme. Manchmal bildet sich an einem Blütenstiel statt einer Knospe ein Kindel — eine kleine Pflanze mit Blättern und später eigenen Wurzeln. Hat es zwei, drei Wurzeln von einigen Zentimetern, wird es mit einem Stück Stiel abgeschnitten und in feine Orchideenrinde gesetzt. Wer ein Kindel hat, hat etwas, das es nicht zu kaufen gibt.
AUS DEM BESTAND
Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends
Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.
Fragen zur Orchidee
Wie oft muss ich die Orchidee gießen?
Wenn die Wurzeln silbrig-grau sind, meist alle ein bis zwei Wochen. Dann den Topf einige Minuten in zimmerwarmes Wasser tauchen und gut abtropfen lassen. Grüne Wurzeln heißen: noch warten.
Wie bringe ich meine Orchidee wieder zum Blühen?
Den verblühten Stiel über dem zweiten oder dritten Knoten abschneiden, hell stellen und im Herbst ein paar Wochen kühlere Nächte gönnen. Dann legt sie meist einen neuen Blütenstiel an.
Was mache ich mit den Luftwurzeln?
Nichts. Luftwurzeln sind bei dieser Orchidee normal und gesund; sie nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf. Nur hohle, vertrocknete Wurzeln dürfen beim Umtopfen weg.
Ist die Orchidee giftig?
Die Schmetterlingsorchidee gilt als ungiftig für Menschen und für Katzen und Hunde. Angeknabberte Blätter schaden vor allem der Pflanze.
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