Brennnesselgewächse

Ufopflanze

Pilea peperomioides

Pilea, Glückstaler, Chinesischer Geldbaum — die Pflanze mit den runden Blättern, die ihren Weg nach Europa fast ausschließlich als Ableger von Hand zu Hand gemacht hat.

  • Licht

    Hell, ohne direkte Sonne

  • Wasser

    Mäßig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Kindel

  • Beste Zeit

    Frühjahr bis Sommer

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Die Pflanze, die man weitergibt

Ihr Weg nach Europa führte nicht über den Handel, sondern über Fensterbretter.

Die Pilea stammt aus dem Südwesten Chinas, aus feuchten, schattigen Berglagen. In Europa verbreitete sie sich über Jahrzehnte fast ohne Handel: Ableger wurden verschenkt, mit der Post verschickt, in Büros weitergereicht. Botanisch beschrieben wurde sie erst spät, und lange wusste niemand, wie die Pflanze auf den Fensterbrettern eigentlich hieß. Mit dem Geldbaum (Crassula ovata) ist sie trotz des Spitznamens nicht verwandt.

Standort

Hell, ohne pralle Mittagssonne. Sie wächst dem Licht entgegen und neigt sich deshalb schnell zum Fenster; wer sie alle ein, zwei Wochen ein Stück dreht, bekommt eine gleichmäßige, runde Form. Zu dunkel werden die Stiele lang und die Blätter klein. Direkte Sonne im Sommer hinterlässt helle, trockene Flecken.

Gießen

Mäßig: Die obere Erdschicht darf antrocknen, bevor wieder gegossen wird. Hängen die Blätter schlaff, ist sie durstig und steht nach dem Gießen schnell wieder auf. Nasse Füße verträgt sie schlecht: Gelbe untere Blätter und ein weicher Stamm am Grund deuten auf zu viel Wasser. Im Winter braucht sie deutlich weniger.

Vermehren

Über Ableger, und davon bildet eine zufriedene Pflanze reichlich. Sie wachsen aus der Erde rund um den Stamm, manchmal auch direkt am Stamm. Haben sie einige Blätter und sind etwa fingerlang, legt man etwas Erde frei und schneidet sie mit einem sauberen Messer knapp unter der Oberfläche ab — mit einem Stück Wurzel, wenn es geht. Mit Wurzel kommen sie gleich in Erde, ohne Wurzel erst ins Wasserglas, bis sich welche gebildet haben.

Auch ein Kopfsteckling geht: Eine lang gewordene Pflanze lässt sich kappen, die Spitze bewurzelt im Wasser, und der Stumpf treibt oft seitlich neu aus.

Blätter

Rund und flach sind die Blätter bei ausreichend Licht. Wölben sie sich nach oben, ist es meist zu hell oder zu heiß; wölben sie sich nach unten, steht sie eher zu dunkel oder zu nass. Dass die untersten Blätter nach und nach abfallen, ist normal — die Pflanze wächst oben weiter.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zur Pilea

Warum wächst meine Pilea schief?

Weil sie sich zum Licht neigt. Alle ein, zwei Wochen ein Stück drehen, dann wächst sie gleichmäßig; ein hellerer Platz verhindert, dass sie lang und dünn wird.

Warum wölben sich die Blätter?

Nach oben gewölbte Blätter deuten meist auf zu viel Licht oder Wärme, nach unten gewölbte eher auf zu wenig Licht oder zu viel Wasser. Der Standort ist fast immer der Schlüssel.

Wie trenne ich die Ableger ab?

Wenn sie etwa fingerlang sind und einige Blätter haben: Erde freilegen, knapp unter der Oberfläche abschneiden, mit Wurzel gleich eintopfen, ohne Wurzel zuerst ins Wasserglas stellen.

Ist die Pilea giftig?

Sie gilt als ungiftig für Menschen und für Katzen und Hunde. Futter ist sie trotzdem nicht — und angeknabberte Blätter wachsen nicht nach.

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