Commelinagewächse
Zebra-Dreimasterblume
Tradescantia zebrina
Tradescantia, Zebrakraut, Gottesauge — die Hängepflanze mit den silbern-violetten Blättern, bei der aus jedem abgebrochenen Trieb eine neue Pflanze wird.
- Licht
Hell, ohne direkte Sonne
- Wasser
Mäßig
- Pflege
Anspruchslos
- Vermehrung
Stecklinge
- Beste Zeit
Frühjahr bis Sommer
- Winterhärte
Zimmerpflanze
PORTRÄT
Schneller bewurzelt als jede andere
Und darum die Pflanze, die man am besten alle paar Jahre aus ihren eigenen Stecklingen neu anfängt.
Die Zebra-Dreimasterblume stammt aus Mexiko und Mittelamerika, wo sie als Bodendecker über den Waldboden kriecht. Ihre Blätter sind oben silbrig und grün gestreift, unten violett, und im Licht glänzen sie fast metallisch. Ihre nahe Verwandte, die grün oder weiß-grün gestreifte Dreimasterblume (Tradescantia fluminensis), wird genauso gepflegt und vermehrt. Den Namen hat die Gattung von den drei Blütenblättern ihrer kleinen Blüten.
Standort
Hell, gern mit etwas Morgen- oder Abendsonne. Die Farbe hängt am Licht: Zu dunkel verblasst das Silber, die Blätter werden grüner und die Triebe lang und kahl. Pralle Mittagssonne im Sommer bleicht sie dagegen aus. Als Ampel oder auf einem hohen Regal kommt sie am besten zur Geltung.
Gießen
Gleichmäßig: Die obere Erdschicht darf antrocknen, der Ballen nicht ganz austrocknen. Trockene, braune Blattspitzen zeigen, dass sie zu lange durstig war; faulende Triebe am Grund, dass sie zu nass steht. Im Winter braucht sie weniger. Blätter möglichst nicht nass machen — Wasser in den Blattachseln fault leicht.
Vermehren
Über Stecklinge, und schneller geht es kaum. Eine Triebspitze von etwa Fingerlänge unter einem Knoten abschneiden, die unteren Blätter entfernen und ins Wasserglas stellen oder direkt in feuchte Erde stecken. Wurzeln zeigen sich oft schon nach wenigen Tagen. Mehrere Stecklinge in einen Topf ergeben rasch eine dichte Pflanze.
Schneiden und Verjüngen
Sie wächst schnell und verkahlt dabei von innen: Nach ein, zwei Jahren tragen die Triebe nur noch an den Spitzen Blätter. Regelmäßiges Einkürzen hält sie buschig. Irgendwann hilft das nicht mehr — dann steckt man die Spitzen neu und fängt mit einer jungen Pflanze an. Weitergeben lässt sich dabei alles, was übrig bleibt.
Ein Hinweis, der dazugehört
Der Pflanzensaft kann die Haut reizen. Bei Katzen und Hunden, die sich an der Pflanze reiben oder sie anknabbern, kommt es gelegentlich zu Rötungen und Juckreiz; empfindliche Menschen tragen beim Schneiden besser Handschuhe.
AUS DEM BESTAND
Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends
Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.
Fragen zur Tradescantia
Warum verliert meine Tradescantia ihre Farbe?
Weil sie zu dunkel steht. Die silbrige und violette Zeichnung braucht viel Licht; an einem helleren Platz bringen neue Blätter sie wieder mit.
Warum wird sie von innen kahl?
Das liegt in ihrer Art: Sie wächst schnell und wirft ältere Blätter ab. Regelmäßig einkürzen hält sie buschig; nach einigen Jahren fängt man am besten mit frischen Stecklingen neu an.
Wie vermehre ich sie?
Triebspitzen unter einem Knoten abschneiden, untere Blätter entfernen und ins Wasserglas stellen oder direkt in feuchte Erde stecken. Wurzeln bilden sich oft schon nach wenigen Tagen.
Ist die Tradescantia giftig?
Sie gilt nicht als stark giftig, ihr Saft kann aber die Haut reizen — bei Katzen und Hunden wie bei empfindlichen Menschen. Gefressen kann sie leichte Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
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