Kakteengewächse

Weihnachtskaktus

Schlumbergera truncata

Gliederkaktus, Zygocactus — der Kaktus aus dem Regenwald, der zur dunkelsten Zeit des Jahres blüht und aus einem einzigen abgedrehten Glied eine neue Pflanze macht.

  • Licht

    Halbschatten

  • Wasser

    Mäßig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Stecklinge

  • Beste Zeit

    Frühjahr bis Sommer

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Ein Kaktus, der Schatten mag

Und der blüht, weil der Herbst kalt und dunkel ist — nicht obwohl.

Der Weihnachtskaktus stammt aus den Küstenwäldern im Südosten Brasiliens, wo er nicht im Sand wächst, sondern auf Bäumen, zwischen Moos und Laub. Das erklärt fast alles an ihm: Er verträgt keine pralle Sonne, mag es feuchter als ein Wüstenkaktus und hat statt Stacheln flache, gegliederte Triebe. Im Handel läuft er oft unter dem alten Namen Zygocactus, und nicht jeder „Weihnachtskaktus" ist botanisch genau diese Art — gepflegt werden die Verwandten gleich.

Standort

Hell, aber ohne direkte Mittagssonne; ein Ost- oder Westfenster ist ideal. Im Sommer steht er gern draußen im Halbschatten, geschützt vor Regen und Schnecken. Zu viel Sonne färbt die Glieder rötlich — das ist ein Sonnenbrand und kein Zeichen von Gesundheit.

Gießen

Während Wachstum und Blüte mäßig, sodass das Substrat nie ganz austrocknet, aber auch nie nass steht. Wasser im Untersetzer gehört nach einer Viertelstunde weggeschüttet. Er ist kalkempfindlich; abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser bekommt ihm besser. Nach der Blüte gönnt man ihm einige Wochen mit deutlich weniger Wasser.

Die Blüte

Knospen setzt er an, wenn die Tage kurz und die Nächte kühl werden. Wer ihn ab dem Frühherbst ein paar Wochen an einen kühleren Platz stellt, an dem abends kein Licht brennt, und dabei sparsam gießt, bekommt verlässlich Knospen. Ein Wohnzimmer, in dem bis Mitternacht die Lampe leuchtet, ist für ihn ein ewiger Sommer.

Sind die Knospen da, bleibt er stehen. Drehen, umstellen, ein kalter Luftzug — und er wirft sie ab. Eine Markierung am Topf hilft, ihn nach dem Gießen wieder genauso hinzustellen.

Vermehren

Einfacher geht es kaum. Nach der Blüte oder im Frühsommer ein Stück aus zwei bis drei Gliedern abdrehen, nicht abschneiden — die Bruchstelle heilt sauberer. Ein, zwei Tage antrocknen lassen, dann aufrecht und nur wenig tief in leicht feuchtes, lockeres Substrat stecken. Nach einigen Wochen zeigt ein neues Glied an der Spitze, dass es angewachsen ist. Drei, vier Stecklinge in einem Topf ergeben schneller eine buschige Pflanze.

Substrat und Umtopfen

Locker und leicht sauer: Kakteenerde allein ist ihm zu mager, Blumenerde allein zu dicht — eine Mischung aus beidem, gern mit etwas Rinde, trifft es. Er steht gern eng und wird nur alle paar Jahre nach der Blüte umgetopft.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zum Weihnachtskaktus

Warum blüht mein Weihnachtskaktus nicht?

Meist, weil es ihm im Herbst zu warm und zu hell ist. Er braucht einige Wochen mit kurzen Tagen, kühleren Nächten und weniger Wasser, um Knospen anzulegen. Ein Platz, an dem abends kein Kunstlicht brennt, reicht oft schon.

Warum wirft er seine Knospen ab?

Weil er bewegt wurde, weil es zog oder weil das Substrat zu nass oder zu trocken war. Sobald Knospen zu sehen sind, sollte er an seinem Platz bleiben und in dieselbe Richtung zeigen.

Wie vermehre ich ihn?

Über Stecklinge aus zwei bis drei Gliedern, abgedreht nach der Blüte oder im Frühsommer. Antrocknen lassen und aufrecht in leicht feuchtes Substrat stecken — sie bewurzeln zuverlässig.

Ist der Weihnachtskaktus giftig?

Er gilt als ungiftig für Menschen und für Katzen und Hunde. Wer viel davon frisst, kann trotzdem einen verstimmten Magen bekommen — Futter ist er nicht.

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