Wolfsmilchgewächse

Weihnachtsstern

Euphorbia pulcherrima

Poinsettie, Adventsstern — die Pflanze, die jedes Jahr zu Millionen gekauft und im Januar weggeworfen wird, obwohl sie ein Strauch ist, der Jahre alt werden kann.

  • Milchsaft reizt Haut und Schleimhäute
  • Licht

    Hell, ohne direkte Sonne

  • Wasser

    Wenig

  • Pflege

    Anspruchsvoll

  • Vermehrung

    Stecklinge

  • Beste Zeit

    Sommer

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Nach Weihnachten fängt sein Jahr erst an

Wer ihn im Januar behält, hat im Sommer einen Strauch und im Frühsommer Stecklinge zum Verschenken.

Der Weihnachtsstern stammt aus Mexiko und Mittelamerika und wächst dort als Strauch, mehrere Meter hoch. Was an ihm rot, rosa oder weiß leuchtet, sind keine Blüten, sondern Hochblätter; die Blüten sind die kleinen gelben Knöpfe in der Mitte. Gefärbt werden die Hochblätter, weil die Tage im Herbst kurz werden — das ist der Schlüssel, wenn er im zweiten Jahr wieder rot werden soll.

Im Winter

Hell und warm, ohne Zugluft und ohne kalte Füße auf der Fensterbank. Schon der Weg vom Laden nach Hause in der Kälte kann ihn die Blätter kosten; eingepackt transportieren. Gegossen wird mäßig, wenn die Erde oben abgetrocknet ist — Staunässe verträgt er schlecht, Wasser im Übertopf gehört weggeschüttet.

Nach dem Fest behalten

Wenn die Hochblätter im Spätwinter abfallen, ist er nicht tot. Er bekommt eine Pause mit weniger Wasser, dann wird er im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten, auf eine Handbreite über dem Topf, und in frische Erde gesetzt. Hell gestellt und wieder regelmäßig gegossen, treibt er neu aus. Ab Ende Mai darf er nach draußen an einen geschützten, hellen Platz.

Stecklinge im Frühsommer

Aus den neuen Trieben werden die Stecklinge: fingerlange Triebspitzen abschneiden und die Schnittstelle kurz in lauwarmes Wasser tauchen, damit der Milchsaft stockt. Die unteren Blätter entfernen und in feuchte Anzuchterde stecken. Warm und hell, aber ohne direkte Sonne, bewurzeln sie in einigen Wochen. Bis Weihnachten wird aus ihnen eine kleine Pflanze — nicht so üppig wie die gekaufte, aber selbst gezogen.

Wieder rot werden

Ab Ende September oder Anfang Oktober braucht er einige Wochen lang jede Nacht mehr als zwölf Stunden vollständige Dunkelheit — kein Deckenlicht, keine Straßenlaterne. Ein Karton über Nacht oder ein Raum, der abends nicht beleuchtet wird, genügt. Tagsüber steht er hell. Nach einigen Wochen beginnen sich die Hochblätter zu färben.

Ein Hinweis, der dazugehört

Der weiße Milchsaft reizt Haut, Augen und Schleimhäute; beim Schneiden Handschuhe tragen und die Augen nicht berühren. Gefressen führt er bei Katzen und Hunden zu Speicheln und Erbrechen. Sein Ruf als hochgiftige Pflanze ist übertrieben, außer Reichweite gehört er trotzdem.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zum Weihnachtsstern

Was mache ich mit dem Weihnachtsstern nach Weihnachten?

Behalten. Nach dem Abfallen der Hochblätter eine Pause mit wenig Wasser, im Frühjahr kräftig zurückschneiden und umtopfen, im Sommer draußen stehen lassen. Er ist ein Strauch und kann viele Jahre alt werden.

Warum verliert er so schnell Blätter?

Meist durch Kälte auf dem Heimweg, Zugluft oder Staunässe. Hell, warm und mäßig gegossen hält er deutlich länger.

Wie schneide ich Stecklinge?

Im Frühsommer fingerlange Triebspitzen abschneiden, die Schnittstelle kurz in lauwarmes Wasser tauchen, untere Blätter entfernen und in feuchte Anzuchterde stecken. Warm und hell gestellt, bewurzeln sie in einigen Wochen.

Ist der Weihnachtsstern giftig?

Sein Milchsaft reizt Haut und Schleimhäute; bei Katzen und Hunden führt Fressen zu Speicheln und Erbrechen. Als stark giftig gilt er nach heutigem Wissen nicht — in Reichweite von Kindern und Tieren gehört er trotzdem nicht.

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