Spargelgewächse
Riesen-Palmlilie
Yucca elephantipes
Yucca, Yucca-Palme, Riesen-Palmlilie — die Pflanze, die gern im Sommer draußen steht und aus einem gekappten Stamm an mehreren Stellen neu austreibt.
- Licht
Volle Sonne
- Wasser
Wenig
- Pflege
Anspruchslos
- Vermehrung
Stecklinge · Kindel
- Beste Zeit
Frühjahr
- Winterhärte
Zimmerpflanze
PORTRÄT
Eine Palme, die keine ist
Und die man kürzen darf, wenn sie an die Decke stößt — ohne dass sie es einem übelnimmt.
Die Riesen-Palmlilie stammt aus Mexiko und Mittelamerika, wo sie zu einem mehrstämmigen Baum heranwächst. Als „Yucca-Palme" wird sie im Handel meist als dicker, abgesägter Stamm mit einigen Blattschöpfen verkauft; eine Palme ist sie nicht. Die winterharten Palmlilien, die in Gärten blühen, sind andere Arten mit anderen Ansprüchen.
Standort
So hell wie möglich, gern mit Sonne. Im Sommer steht sie am liebsten draußen, erst im Halbschatten, dann langsam an mehr Sonne gewöhnt. Im Zimmer wird sie bei zu wenig Licht lang und dünn, die Blätter weich und hängend. Frost verträgt die Zimmer-Yucca nicht; vor den ersten kalten Nächten kommt sie wieder ins Haus.
Gießen
Durchdringend, dann abtrocknen lassen. Der dicke Stamm speichert Wasser, und die häufigste Todesursache ist zu viel davon: Ist der Stamm am Grund weich oder gibt beim Drücken nach, fault er von unten. Im Winter, wenn sie kühler und dunkler steht, braucht sie nur wenig.
Kürzen
Stößt sie an die Decke, wird gekürzt — am besten im Frühjahr. Den Stamm in der gewünschten Höhe absägen und die Schnittfläche mit etwas Baumwachs verschließen, damit sie nicht austrocknet oder fault. Unter dem Schnitt treiben nach einigen Wochen neue Blattschöpfe aus, oft mehrere.
Vermehren
Der abgesägte Kopf bewurzelt in feuchtem, sandigem Substrat. Aus dem restlichen Stamm lassen sich Stammstücke schneiden, die — richtig herum gesteckt, also mit der vorherigen Unterseite nach unten — Wurzeln und seitliche Austriebe bilden. Und manchmal bildet sie am Fuß Kindel, die sich beim Umtopfen mit eigenen Wurzeln abtrennen lassen.
Ein Hinweis, der dazugehört
Die Yucca enthält Saponine und gilt für Katzen und Hunde als unverträglich; gefressen führt sie zu Erbrechen und Durchfall. Außerdem enden die Blätter in einer festen Spitze — beim Umstellen und in Augenhöhe von Kindern ist Vorsicht angebracht.
AUS DEM BESTAND
Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends
Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.
Fragen zur Yucca
Meine Yucca ist zu hoch — darf ich sie kürzen?
Ja, am besten im Frühjahr. Den Stamm absägen, die Schnittfläche verschließen; darunter treibt sie neu aus. Der abgesägte Kopf lässt sich als Steckling bewurzeln.
Warum wird der Stamm weich?
Das ist fast immer Fäulnis durch zu viel Wasser. Weiche Stellen lassen sich nicht retten; gesunde Teile oberhalb abschneiden und als Steckling oder Stammstück neu bewurzeln.
Darf die Yucca draußen stehen?
Im Sommer gern, sobald keine Nachtfröste mehr drohen, zuerst im Halbschatten. Vor den ersten kalten Nächten im Herbst kommt sie wieder herein — die Zimmer-Yucca ist nicht winterhart.
Ist die Yucca giftig?
Sie enthält Saponine und gilt für Katzen und Hunde als unverträglich. Für Menschen ist sie nur schwach giftig; die spitzen Blattenden sind im Alltag das größere Risiko.
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