Aronstabgewächse

Glücksfeder

Zamioculcas zamiifolia

Zamioculcas, Glücksfeder, ZZ-Pflanze — die Pflanze, die Wochen ohne Wasser übersteht und aus einem einzelnen Blättchen eine neue macht, wenn man ihr ein halbes Jahr Zeit lässt.

  • Pflanzensaft reizt Haut und Schleimhäute
  • Licht

    Halbschatten

  • Wasser

    Wenig

  • Pflege

    Anspruchslos

  • Vermehrung

    Teilung · Blattstecklinge

  • Beste Zeit

    Frühjahr

  • Winterhärte

    Zimmerpflanze

PORTRÄT

Die Geduld liegt unter der Erde

Ein Blattsteckling braucht Monate, bis er sich zeigt. Bis dahin wächst er, man sieht es nur nicht.

Die Zamioculcas stammt aus Ostafrika, aus Regionen mit langen Trockenzeiten. Unter der Erde sitzen dicke, knollenartige Rhizome, die Wasser für Wochen speichern; darüber stehen glänzende, gefiederte Blätter an kräftigen Stielen. Das macht sie zu einer der genügsamsten Zimmerpflanzen überhaupt — und zu einer, die man eher durch Fürsorge als durch Vergessen verliert.

Standort

Hell bis halbschattig, ohne pralle Sonne. Sie kommt auch mit dunkleren Zimmern zurecht, wächst dort aber sehr langsam und bildet weniger neue Triebe. Kälte unter Zimmertemperatur und kalte Füße im Winter mag sie nicht.

Gießen

Selten. Die Erde soll zwischen zwei Gaben vollständig austrocknen; im Winter reicht es oft, alle paar Wochen zu gießen. Staunässe ist die Hauptursache, wenn sie eingeht: Gelbe Stiele, die am Grund weich werden, heißen fast immer, dass die Knollen faulen.

Umtopfen und Teilen

Die Rhizome wachsen mit der Zeit so kräftig, dass sie dünne Kunststofftöpfe verformen oder sprengen. Dann wird umgetopft, am besten im Frühjahr, in durchlässige Erde. Dabei lässt sie sich teilen: Den Wurzelballen mit einem scharfen Messer so trennen, dass jedes Stück eigene Knollen und Triebe hat. Das ist der schnelle Weg zu einer zweiten Pflanze.

Blattstecklinge

Der langsame Weg sind Blattstecklinge: einzelne Fiederblättchen oder ein ganzer Blattstiel, einige Stunden angetrocknet und mit dem unteren Ende in leicht feuchtes Substrat gesteckt. An der Basis bildet sich zuerst eine kleine Knolle, dann Wurzeln — und erst nach vielen Monaten ein erster Trieb. Wer nachsehen will, zieht vorsichtig: Widerstand heißt Wurzeln. Warm und hell gestellt geht es schneller.

Ein Hinweis, der dazugehört

Alle Pflanzenteile enthalten Calciumoxalat-Kristalle, die Haut, Mund und Schleimhäute reizen — bei Menschen wie bei Katzen und Hunden. Beim Teilen Handschuhe tragen und die Pflanze außer Reichweite von Kindern und knabbernden Tieren stellen.

AUS DEM BESTAND

Diese Art wächst bei PlantHub noch nirgends

Sie steht im Artenkatalog, aber niemand hat bisher ein Exemplar angelegt. Sobald die erste Pflanze dazukommt, stehen hier Zahlen: wie verbreitet sie ist, wie oft sie weitergegeben wurde, wann Ableger entstehen.

Fragen zur Zamioculcas

Wie oft muss ich die Zamioculcas gießen?

Erst wenn die Erde vollständig trocken ist — im Sommer grob alle zwei bis drei Wochen, im Winter noch seltener. Sie verträgt Trockenheit weit besser als Nässe.

Warum werden die Stiele gelb?

Einzelne alte Stiele werden gelb, das ist normal. Werden mehrere gelb und am Grund weich, steht sie zu nass und die Knollen beginnen zu faulen: austopfen, faule Teile entfernen, trocken neu setzen.

Wie lange dauert ein Blattsteckling?

Lange. Zuerst bildet sich unter der Erde eine kleine Knolle, dann Wurzeln, und bis zum ersten sichtbaren Trieb vergehen oft viele Monate. Schneller ist die Teilung beim Umtopfen.

Ist die Zamioculcas giftig?

Sie enthält Calciumoxalat und reizt Haut, Mund und Schleimhäute — bei Menschen wie bei Katzen und Hunden. Schwere Vergiftungen sind selten, aber sie gehört außer Reichweite von Kindern und Tieren.

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